Vernissage, gut besucht und Stimmung

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Die Ausstellung „High Noon, Colleagues zu Pferd“ wurde am Freitag, 30.September mit einer Vernissage im Kunstraum KÖ106 eröffnet.

die Vernissager war gut besucht

Alle teilnehmenden Maler*innen haben etwa zur gleichen Zeit in der Immendorff Klasse an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, ca. 2000 – 2007, sind also die letzte Generation von Studierenden von Prof. Jörg Immendorff, bevor dieser an seiner langjährigen Krankheit ALS im Jahr 2007 verstarb. Sie haben sich in ihrem künstlerischen Schaffen in diesem Zeitraum gegenseitig inspiriert und beeinflusst, waren Wegbegleiter, Kritiker, Konkurrenten und Freunde. Die Lehre von Professor Jörg Immendorff war vor allem politisch, seine Rezeption des politischen Zeitgeistes war das Fundament seines künstlerischen Beitrages an seine Studentinnen und Studenten. 1973 malte er das Bild „Wo stehst du mir deiner Kunst, Kollege?“. So verlangte er auch von uns, dass wir Position beziehen. Und das ist in unserer heutigen Zeit wieder wichtiger denn je, denn die vielen Krisen auf der Welt brauchen Fragen und Antworten auch aus der Künstlerschaft. Wir nehmen Stellung, auch wenn nicht alle Bilder im engen Sinne politisch sind. Die Ausstellung ist bis zum 30. Oktober in derKÖ106 zu besichtigen.

sogar auf der Treppe standen die Besucher

Zu Beginn der Vernissage wies der Verein auf die Notwendigkeit hin, leerstehende Immobilien als kreative Zwischennutzungen einzurichten. Gerade in Zeiten des strukturellen Wandels der Innenstädte dürfen die Leerstände nicht das Stadtbild verunzieren. Mit dem Willen, etwas zum Positiven zu verändern, kann Politik und Verwaltung dieses erreichen.

Helge Achenbach erzählte als Freund und Weggefährte Jörg Immendorffs aus seinen Erinnerungen der gemeinsamen Reisen und Erlebnisse mit dem Künstler. Er, so Achenbach, sei sich sicher, dass Immendorff stolz auf seine Klasse sei.

Joseph Sarcic, der zusammen mit Gesine Kikol wesentlich die Ausstellung organisiert hat, dankte den wenigen Sponsoren.

An dieser Stelle muss von der Redaktion eingeschoben werden, dass wesentliche Arbeiten zur Ausgestaltung von wenigen Ausstellern geleistet wurden, auch unser Verein hat mehr als ursprünglich ideell und finanziell beigetragen.

Monster Riddom spielte auf, Ska Reggae

Zum Schluss sprach Nils Sievers als Vertreter der Klasse über den Lehrer Jörg Immendorff und den Einfluss auf seine Studierenden. Vor allem seine Wortbedeutung von „Feind“ hob Sievers hervor. Der Feind überlässt die Kunst dem Kunstmarkt. Diese Kommerzialisierung müsse entschieden bekämpft werden.

Der Kunstraum KÖ106 war gut besucht, es gab intensiven und informativen Gesprächsaustausch zwischen den Künstlern*Innen und Besuchern*Innen.    

Der zweite Teil der Vernissage bestand aus Musik und Tanz. Mit der Düsseldorfer Ska Reaggae Band Monster Riddim und dem Special Guest Pachango, dem  Leadsänger der Band Sixx Nations, und einer der bekanntesten Reggae Musiker Deutschlands. Raphael Landauer hatte die Besetzung zusammengestellt: Rolo Teng ( u.a Johnny Reggae Rub Foundation ) : Bass; Al ( u.a Heavy Gummi ): Guitar; Don Raffa ( u.a Mono und Nikitaman ) : Drums; Damiano ( u.a Fulltune Clan ) : Keyboard; Special Guest Pachango ( Six Nations )  : Vocals

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