Die neue Oper ein neues Düsseldorfer „Wahrzeichen“?

Die Oper soll neu gebaut werden. Das ist offenbar der jetzige Stand in der politischen Diskussion. Im März 2019 gab der Stadtrat eine Studie zur Zukunft der Oper in Auftrag, die neben einer Sanierung auch die Möglichkeit eines Neubaus prüfen sollte.

Oberbürgermeister Dr. Keller erklärte nun, dass ein Neubau aus „fachlicher Meinung“ eindeutig einer Sanierung vorzuziehen sei. Da im Stadtrat sich für einen Neubau eine Mehrheit abzeichnet, wird der Neubau wohl beschlossen. So geht es lediglich noch um den Standort. Allerdings: Bis der Rat Ende des Jahres über die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses entscheidet, soll mit Hilfe einer qualifizierten Bürgerbeteiligung ermittelt werden, was die Düsseldorfer*innen wollen. Diese Öffentlichkeitsbeteiligung zur Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses soll mit einem ersten Diskussionsforum voraussichtlich im Mai starten.

Deutsche Oper am Rhein – Düsseldorf

Mit dieser Befragung soll auch ein Nutzerbedarfsprogramms erarbeitet werden, in dem die Möglichkeiten der inhaltlichen Ausrichtung aufgezeigt werden. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Die Öffentlichkeitsbeteiligung bildet einen sehr wichtigen Baustein in dem Projekt ‚Opernhaus der Zukunft‘. Wir wollen wissen, was sich die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer für ihre Oper wünschen, welche Ideen und Anregungen sie haben. Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger soll dann in den Entscheidungsprozess mit einfließen. Denn das neue Opernhaus soll eine Oper für alle sein.” mehr hier .

Alle Ergebnisse sollen letztendlich anschaulich und vergleichbar ausgearbeitet und in einer Beschlussvorlage zusammengeführt werden. Es ist geplant, die Vorlage Ende 2021 in die politischen Gremien einzubringen.

Hier die weiteren Informationen zu den Ergebnissen zur Analyse des Opernhauses.

Es geht also nicht nur um den potenziellen Standort. Eine derartig verkürzte Diskussion würde den Blick auf die grundsätzliche Funktion der Oper verengen. Denn das neue Haus sollte als „Opernhaus der Zukunft“, entrümpelt vom Ballast der Tradition den weit­aus grö­ße­ren Teil der Stadt­ge­sell­schaft ansprechen und nicht nur die üblichen Opernbesucher. Also ein Publikum ansprechen, „wel­ches sich bis­lang nicht für die­se Kunst­form in­ter­es­siert oder schlicht­weg mei­det, aus Scheu, sich fehl am Plat­ze zu füh­len?“ so Jochen Molck, der langjährige Leiter des ZACK in einem Beitrag in der Rheinischen Post vom 10. April 2020, hier.

Aber auch ein Blick auf die eigene Düsseldorfer Kulturgeschichte gibt Anregungen; sowohl für den Standort als auch für ein Nutzerbedarfsprogamm. Einfach den redaktionellen Beitrag von Ulrich Brzosa über die Historie der Tonhalle im letztem Online Magazin D-Mitte lesen, hier.

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