Das 11. Gebot: „Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ – oder wem gehört die Stadt?

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Zwei ehrwürdige historische Persönlichkeiten dienen einer Aufklärungsaktion: unser Jan Wellem und der biblische Moses. Johann Wilhelm II., von uns in Düsseldorf liebevoll „Jan Wellem“ genannt, prägte eine glänzende Periode in der Düsseldorfer Stadtgeschichte: Düsseldorf wurde eines der kulturellen Zentren Europas. Davon zehren wir noch heute.

Dienstag, 21. Juni um 11:00 Uhr neben der Mosesfigur auf dem Marktplatz. Zu der Pressekonferenz mit gleichzeitiger Möglichkeit für Fotos des „Moses“ sind alle herzlich eingeladen.

Moses steht für die Zehn Gebote. Laut Bibel empfing Moses von Gott auf dem Berg Sinai zehn Gebote. Die Zehn Gebote gelten im Judentum als das Herzstück der Thora und gehören im Christentum zu den Hauptquellen der christlichen Ethik.

Jan Wellem kennzeichnet die Historie Düsseldorfs, er steht für die glorreiche Vergangenheit.

Moses Zehn Gebote werden um ein Elftes Gebot erweitert, weil unsere Gesellschaft sich radikal gewandelt hat. So gehören bereits seit über zehn Jahren weniger als die Hälfte aller Düsseldorfer Einwohner einer christlichen Kirche an. Zu Zeiten Jan Wellems waren es 99 Prozent.

Was hat diese Feststellung mit unserer kommunalen Politik zu tun?

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst e. V. (DA!) klärt auf:

„Steuerzahler soll Millionen für Kirchentag in Düsseldorf zahlen. Mindestens 5,8 Millionen Euro, nach oben hin offen, soll die Stadt Düsseldorf ausgeben, um den Evangelischen Kirchentag im Jahr 2027 in die Landeshauptstadt zu holen. Über die von der Verwaltung erstellte Beschlussvorlage, an der die Parteien nicht beteiligt wurden, soll diesen Donnerstag im Rat entschieden werden. Es bleiben nur noch wenige Tage für die politische Meinungsbildung in dieser Frage, mit ihren kostspieligen Auswirkungen in Zeiten knapper Kassen.

Nicht gegen den Kirchentag als solchen, wohl aber gegen dessen Finanzierung durch die konfessionsfreie Mehrheit der Stadt wenden sich der Düsseldorfer Aufklärungsdienst (DA!) und die Kunstaktion „Das 11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“. Der imposante, überlebensgroße Moses und sein in Stein gemeißeltes 11. Gebot werden darum vor der Ratsentscheidung 4 Tage lang vor dem Düsseldorfer Rathaus die Bürgerinnen und Bürger auf die anstehende Entscheidung hinweisen: auf dem Marktplatz neben Jan Wellem, von Montag 20. Juni bis Donnerstag 23. Juni, jeweils von 10 bis 20 Uhr.“

Diese Aktion stellt auch die Frage an die Parteien und die Verwaltung: wessen Interessen werden vertreten? Wird die derzeitige Stadtgesellschaft als Bezug genommen? „Wem gehört die Stadt“ ist nicht ein Schlagwort!

Der DA! und das Aktionsbündnis 11. Gebot laden zur Pressekonferenz, um ihre Kritik an dieser Finanzierungspraxis im Detail, mit Zahlen und Fakten zu formulieren:

Dienstag, 21. Juni um 11:00 Uhr neben der Mosesfigur auf dem Marktplatz

Zu der Pressekonferenz mit gleichzeitiger Möglichkeit für Fotos des „Moses“ sind alle herzlich eingeladen.

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst e. V. (DA!) ist Mitglied im Zentralrat der Konfessionsfreien und versteht sich als Interessenvertretung der religionsfreien Bürger:innen der Stadt. Seit 2010 bereichert er das kulturelle Leben der Stadt mit regelmäßigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen wissenschaftlichen, philosophischen und künstlerischen Themen. 2020 eröffnete er den Düsseldorfer Evolutionsweg im Nordpark. Alle 2 Jahre vergibt er den DA!ArtAward, den ersten säkularen Kunstpreis und vertritt eine dezidiert säkulare, kritisch-rationale Perspektive.

Nachfragen: Ricarda Hinz – Tel: 0171 9321 550 und Gottfried Panhaus – Tel: 0160 966 856 51  Versammlungsleiter / Fragen zur Mosesfigur: David Farago – 0175 410 25 35

 Mail: gbs@aufklärungsdienst.de

 Info: Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst e. V.: https://aufklaerungsdienst.de

 Zentralrat der Konfessionsfreien: https://konfessionsfrei .de

 Kunstaktion 11. Gebot: https://11tes-gebot.d

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