„Beuys – for ever“! Wollte er das so feiern?

Die Ausstellung „Beuys – for ever“ findet vom 25. Juni bis zum 18. Juli in der Park-Kultur statt. Fast zwanzig Kunstschaffende, die meisten aus Düsseldorf – stellen ihre Exponate aus. Eröffnet wird am Freitag, den 7. Mai 2021 um 19:00 Uhr mit einer Vernissage. Die Corona-Schutzregeln sehen noch eine Begrenzung der Besucherzahlen vor. Deshalb sind für die Vernissage nur noch wenige Plätze zu vergeben. Die werden ausschießlich über schriftliche Anmeldungen vergeben: info@d-mitte.de.

Beuys war in vielen Dingen anders als sich Bürger, Politiker oder auch Kunstschaffende einen Professor an der Kunstakademie vorstellten. Er machte die Dinge halt anders. So gab er zum Beispiel den Studierenden an der Kunstakademie eine Stimme. Oder eine Performance wurde zur One-man-show, welche die einen mit Kopfschütteln, die anderen hoch erfreut zurückließ. Er machte die langen Gänge in der Kunstakademie zur Bühne. Kunst war nicht länger ,,gefangen” in einem abgegrenzten Raum, ja man hatte stets den Eindruck er feiert die Kunst.

Hier setzt unsere Ausstellung zum 100sten Geburtstag von Joseph Beuys an. Wir konzipieren die Ausstellung „Beuys – for ever“ auch etwas anders. Es warten bei uns nicht zahlreiche Exponate des und Dokumentationen über Joseph Beuys auf Besucher. Unsere Hommage an den Künstler gleicht zunächst mehr einer Performance unterschiedlicher Künstler. Hierzu haben wir Künstlerinnen und Künstler mit ehemaligen Schülern und Wegbegleitern zusammengebracht. Jeder sollte sich zu Ihm seine Gedanken machen oder ein Kunstwerk präsentieren, das ihn durch Beuys Schaffen inspiriert hat.

So beginnt die Ausstellung zunächst mit einem Treffen. Ein Zusammentreffen von Meisterschülern von Joseph Beuys und von jüngeren Künstlern, die ihn nie persönlich trafen, aber von seinem Schaffen inspiriert wurden. Und dann stellen sie gemeinsam aus.

Der Düsseldorfer PopART-Künstler Flör zeigt ihn zum Beispiel in einer klassischen Pose mit Telefonhörer am Ohr in einer großformatigen Arbeit die Anfang des Jahres entstanden ist. Der Dresdner Künstler Steffen Büchner hat einen Druck auf Filz und eine limitierte Auflage Druckauflage zur Ausstellung beigesteuert.

Mit Daniela Flörsheim, Margarete Rettkowski-Felten, Uwe Piel, Hartmut Ritzerfeld, Fernand Roda kommen ehemalige Schüler und Schülerinnen von Beuys zu dieser Ausstellung. Sie werden ihre eigenen Exponate und auch Aktionen zur Schau stellen. Abe wir erfahren auch wie es nach ihrem Studium in der Düsseldorfer Kunstakademie weiterging, und was machen sie heute? Welchen Einfluss hatte Beuys auf ihre Kunst und ihren Werdegang? Wie haben sie ihren ehemaligen Professor in Erinnerung?

Oft wird auch vergessen, dass der weltbekannte und gefeierte Künstler einen lokalen Bezug hatte. Joseph Beuys war nicht nur der einzigartige Künstler, der den Kunstbegriff erweiterte. Joseph Beuys hat die Düsseldorfer Kulturlandschaft und insbesondere ihre Kunstszene nachhaltig beeinflusst. Sein Schaffen und sein Werk gehören zu dem kulturgeschichtlichem Erbe Düsseldorfs. Auch dies gehört zur Hommage an den Düsseldorfer Kunstprofessor.

Für die Ausstellung gilt auch folgender Hinweis des Organisators/Kurators Ralf Buchholz: “Manche Auftritte oder Kunstwerke bleiben allerdings bis zuletzt verborgen. Da sich dieses Jahr in der Kunstwelt alles um den 100sten von Beuys dreht, sind einige Künstler oder Weggefährten stark nachgefragt und können erst in letzter Sekunde ihre Teilnahme bestätigen. Allerdings kann ein bisschen Spannung einer solchen Ausstellung nicht schaden.“

Abgerundet wird die Ausstellung mit einer Liveperformance von Robert Reschkowski und dem Mitbegründer von Kraftwerk Eberhard Kranemann. Letzterer wird mit Freunden und Publikum spontan zu Musikinstrumenten greifen und eine Klangaktion produzieren. Auch wird seine Video-Inszenierung von 1968 mit Beuys im Creamcheese zu sehen sein.

Alles in allem erwartet die Besucher ein Mix von Kunst und Unterhaltung, wie es sicherlich auch Joseph Beuys gefallen hätte.

Eröffnet wird ,,Beuys for ever” am Freitag, den 7. Mai 2021 um 19:00 Uhr. Zur Einführung spricht der bekannte Bildungsforscher Professor Dr. Heiner Barz von der HHU Düsseldorf, der sich in diesem Jahr besonders dem Thema Beuys gewidmet hat.

Die Corona-Schutzregeln sehen noch eine Begrenzung der Besucherzahlen vor. Deshalb sind für die Vernissage nur noch wenige Plätze zu vergeben. Dafür sind schriftliche Anmeldungen an info@d-mitte.de erforderlich. Wegen der Rückverfolgungspflicht bitte neben dem Namen auch die Anschrift, Telefonnummer und – falls vorhanden – email Adresse angeben.

Die Vernissage wird aber im Livestream auf unserem Vimeo-Kanal übertragen.

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