Handwerkliche Ausbildung in Afrika – Ausbildungsstätten in Ghana

Serie: Die kreativen Aktivisten in der Park-Kultur, Der Verein “Handwerk für Afrika”

von links: Claudia Busse, Edith Ekaboutia Mpasios, Friedrich Garenfeld

Der Verein Düsseldorf darstellen und vermitteln e.V. hat der „Initiative Handwerk für Afrika“ ein Büro im Erdgeschoss der Park-Kultur zur Verfügung gestellt. Friedrich Garenfeld – Garenfeld Strategy-Consulting – kommuniziert von hier aus die Repräsentation nach Außen. Er hat sich bei seinem Beruf als Unternehmensberater mit Menschen in Afrika gut vernetzt und liefert die Kontakte für die Initiative.

Die Idee, eine Organisation zu gründen, hatte er schon seit Jahren. Ihm liegt dabei vor allem die Ausbildung von jungen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent am Herzen. Die Berufe, zu denen sie ausbilden, sind Sanitär- und Elektroinstallation, Maurer und Zimmermann.

„Ohne Handwerk gibt es keine Industrie“, sagt Friedrich Garenfeld. Und eine Industrie in Entwicklungsländern ist unabdingbar. Dem Team, das ehrenamtlich arbeitet, ist es wichtig, die Ursachen für Flucht nach Europa zu bekämpfen. Eine Flucht über das Mittelmeer ist nicht nur teuer und sehr anstrengend, sondern gefährlich und vor allem ohne Perspektive.

Beim Thema Flucht befinden sich afrikanische Länder in einem Teufelskreis: durch das Fehlen von Mittelstand und einer Industrie, die genügend Arbeitsplätze schafft, machen sich immer mehr junge Menschen auf den lebensgefährlichen Weg nach Europa. Dadurch, dass viele Menschen das Land verlassen, wird es vor Ort immer schwieriger, eine vernünftige Industrie und Wirtschaft aufzubauen. Deshalb setzt die Initiative Handwerk für Afrika sich dafür ein, dass Ausbildungsplätze außerhalb des akademischen Bereichs geschaffen werden. Denn die sind nach wie vor den wohlhabenderen Familien vorbehalten.

Unter Anleitung und mit tatkräftiger Unterstützung möchten Friedrich Garenfeld und sein Team den Menschen in Ghana in die Eigenständigkeit verhelfen. So kann ein Ausbildungssystem geschaffen werden, von dem sowohl Einwohner als auch Wirtschaft profitieren.

Derzeit bildet die Organisation in Ghana Jugendliche in handwerklichen Berufen aus. Hierfür haben sie kürzlich eine großzügige Spende vom Bauindustrieverband NRW erhalten. Mit dem Geld werden weitere Gerätschaften für die Ausbildungswerkstätte in Kumasi (Ghana) finanziert.

Geplant sind noch weitere Projekte in Marokko, Kamerun und Ruanda.

Falls Sie Interesse haben, die Initiative finanziell oder durch Sachspenden zu unterstützen, wenden Sie sich an cbusse@handwerk-fuer-afrika.de.

Die Initiative freut sich, weitere ehrenamtliche Mitstreiter im Team begrüßen zu können.

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