Der Meister der malerischen Fotografie

Serie: Die kreativen Aktivisten in der Park-Kultur, Paulo Greuel

In der Galerie der Park-Kultur wurde eine Ausstellung mit Werken drei brasilianischer Künstler*innen eröffnet. Einer davon ist der Fotograf Paulo Greuel. Wer jetzt denkt, dass es sich um einfache Fotografie handelt, liegt weit daneben. Denn Paulos Werke sind eher Kunst als reine Abbildung. Er experimentiert mit Farben und den chemischen Prozessen bei der Aufnahme und Entwicklung der Bilder. Was dabei entsteht, kann in vielen Ausstellungen weltweit bestaunt werden, derzeit unter anderem im Museum of Modern Art in Rio de Janeiro. „Meine Fotografie hat mit Fotografie nicht viel zu tun, es ist eine malerische Fotografie“, sagt er. Und genau das ist es, was seine Bilder einzigartig macht. Mit seinem künstlerischen Fußabdruck wurde er bereits von renommierten Magazinen und Marken engagiert, die ihn international bekannt machten.

Auf seinen merkwürdig anmutenden Fotografien hat nichts die Farbe, die es in der Realität, durch menschliche Augen gesehen, hat. Es sind Menschen, die er fotografiert; in einer Ausstellungsreihe spielt sich das von ihm eingefangene Treiben am Strand und Meer ab. Doch die Belichtung und die Farben sind so verändert, dass man eingefangen wird von der Magie der Fotos. Ein Mann in Badehose steht neben einem Sonnenschirm und blickt in Richtung Meer. Neben ihm sitzt ein Mensch mit Hut. Die Umrisse heben sich vom Hintergrund ab, doch ansonsten wirkt es wie der Blick durch eine Wärmebildkamera. Man fühlt sich versetzt an einen heißen Sommertag, die Sicht flimmert vor Hitze, der Wind erschwert den klaren Blick und die Sonne blendet. Wenn man die Augen zukneift, würde vermutlich ein Bild herauskommen, das dem, was Paulo Greuel auf seinen Werken abbildet, ähnelt.

Paulo wurde in Brasilien geboren und pendelt seit Jahren zwischen Campeche Beach und Düsseldorf hin und her. „Nach so viel Zeit in Deutschland habe ich spüren müssen, dass die Energie vom Süden kommt und nicht vom Norden“, erzählt er. Eine Sehnsucht nach dem Süden spiegeln auch viele seiner Fotografien wieder. Auch wenn durch Verpixeln kaum noch Ähnlichkeit mit Portraits, wie man sie kennt, besteht, zeugen alle vom Einfluss von Sonne und Leichtigkeit.

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