Fantasie und Realität „Park-Kultur“ zeigt Fotografien und Skulpturen wohnungsloser Menschen

Sie sind bunt und fantastisch: die Figuren, die wohnungslose Menschen in Düsseldorf im vergangenen Jahr in einem Workshop der Diakonie Düsseldorf mit Jacques Tilly entworfen haben. Vom 10. bis 31. Juli sind die Figuren im Ausstellungsraum „Park-Kultur“ zu sehen – zusammen mit Fotografien von wohnungslosen Menschen, die ebenfalls in einem Diakonie-Projekt entstanden sind.

Während die Teilnehmenden beim Figuren-Projekt ihrer Fantasie freien Lauf ließen, sind im Fotoprojekt beeindruckende Aufnahmen aus dem realen Alltag in Düsseldorf entstanden. „Fantasie und Realität“ heißt die Ausstellung dementsprechend. Zu sehen ist sie in der Park-Kultur in der Oststraße 118, 10. bis 31. Juli, montags bis freitags  von 13 bis 20 Uhr. Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 10. Juli, um 19 Uhr in der Anwesenheit einiger wohnungsloser Künstler.

Das Figuren-Projekt wurde gefördert von der Vendus Sales & Communication Group GmbH, die Fotogruppe im Rahmen des Gesundheistprojekts „gesund.zeit.raum“ vom forschenden Pharmaunternehmens Janssen.

Die einzelnen Künstler /innen

Fatima – Jg. 1970

Ich fotografiere schon mein ganzes Leben leidenschaftlich gern.  Bis vor kurzem mit dem Handy, doch jetzt mit einer Kamera, die mir die Fotogruppe zur Verfügung gestellt hat.  Mir macht es Spaß Motive zu entdecken, die erst auf den zweiten Blick  fotogen wirken.

Cora – Jg. 1968

Ich liebe es zu fotografieren und mich künstlerisch auszudrücken. Glücklich bin ich, jetzt endlich durchstarten zu können mit und  in dieser tollen Gruppe, die mich mit offenen Armen aufgenommen hat

Karl-Heinz  (Kalle)   – Jg. 1938

Ich habe früher in Abrissunternehmen gearbeitet. Deshalb bin ich oft dabei, wenn  in Düsseldorf Gebäude abgerissen werden. Ich liebe es, diese Situationen zu fotografieren und habe dabei einen Blick für tolle Motive.

Peter  (Pitti)-  Jg. 1948

Ich habe früher als Tallymann (Ladungskontrolleur)  im Hamburger Hafen gearbeitet und musste diesen Job nach einem schweren Arbeitsunfall aufgeben.  Kunst ist meine Leidenschaft. Ich male und fotografiere gern. Bekannt  bin ich durch  meine Cartoons (Tina und Kuddl). Da ich viel mit der Bahn unterwegs bin, nutze ich diese Zeit, um aus dem Zugfenster und am Bahnhof  zu fotografieren.

Georg – Jg. 1946

Ich interessiere mich sehr für die Düsseldorfer Geschichte. Anhand historischer Postkarten gehe ich auf die Suche nach Bauwerken aus der Vorkriegszeit, die heute noch erhalten sind bzw. Teile hiervon Wiederverwendung gefunden haben. Dies fotografisch festzuhalten, ist mir ein Anliegen. In dieser Ausstellung zu sehen:

Das Steigenberger Parkhotel (alt/neu)

Das Brückengelände am Schwanenspiegel/Haroldstraße, das von der im Krieg zerstörten Rheinbrücke übernommen wurde.

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