Wann wird die Bismarckstraße schöner??

Die Bismarckstraße soll schöner werden. Seit Jahren wird dieses plakative Motto in die Welt gesetzt. Mal wird die Straße mediterran, dann eine Flaniermeile oder es werden viele Bäume gepflanzt. Geschehen ist allerdings bis jetzt so gut wie nichts.

Wunschdenken? So könnte ein Teilstück aussehen. Wenigstens im Sommer

Die Verschönerung der Bismarckstraße gehört zum Programm EKISO. Unter diesem Kürzel sollen einige Straßen im Viertel mit einem übergreifenden Gestaltungskonzept umgebaut werden. Der vorliegende Entwurf sieht vor, dass auf der Bismarckstraße in den Sommermonaten PKW-Stellplätze durch Gehwegverbreiterungen, Aufenthalts-, Fahrradabstell- und Terrassenflächen ersetzt werden. Zwischen den Bäumen wird nur eine Terrassenfläche für die Gastronomen zugelassen. Zusätzlich soll es Flächen geben, die nichtkommerziell genutzt werden, für Radständer, Sitzmöglichkeiten und Bepflanzungen. Die Freiflächen können mit privaten Pflanzenkübeln abgegrenzt werden, die eigenverantwortlich gepflegt werden.

Die Parkstreifen (PKWs im Hintergrund)werden im Sommer durch Außenterrassen ersetzt

Hierfür muss die Straße, besonders im Abschnitt zwischen Charlottenstraße und Oststraße umgebaut werden. Bis es so weit ist, in einem Übergangszeitraum, soll das Konzept mit den erweiterten Terrassenflächen getestet werden. Dies, um sich ein erstes Bild über die Gestaltung zu verschaffen sowie das Engagement der Anwohner und der Gastronomen zu prüfen. Die zusätzlichen Terrassenflächen können von den Gastronomen beantragt werden, das Ordnungsamt wird dies genehmigen.

Dies war der Stand Anfang 2019. Auf Einladung von D-Mitte gab es mehrere Treffen zwischen Ordnungsamt, Amt für Verkehrsmanagement und den betroffenen Gastronomen. In diesen Gesprächen in der Park-Kultur und bei den Ortsbegehungen hat sich ein großes Interesse und die Bereitschaft gezeigt, dieses Konzept umzusetzen. Es stellte sich aber auch heraus, dass die Südseite (ungerade Hausnummern) sich im Übergangszeitraum benachteiligt sah: sie haben in dieser Zeit keinen Platz für Außenterrassen.

Die Freiflächen können mit privaten Pflanzenkübeln abgegrenzt werden

Diese Gespräche zogen sich allerdings bis April hin. Einige Gastronomen beantragten dann die neuen Flächen, die meisten jedoch nicht. Leider ließen die Genehmigungen für die wenigen Restaurant-Antragsteller bis Ende Juli auf sich warten. Für zwei Monate wollten die Gastronomen die Investitionen für den Umbau der Terrassen nicht tätigen. So gab es im Jahr 2019 kein Experiment zur Neugestaltung.

Im Januar 2020 lud D-Mitte die städtischen Ämter und die Gastronomen nochmals ein, um nun für das Jahr 2020 das Experiment zu realisieren. Zwischen den Gastronomen und den Ämtern wurde nochmals konkret die Situation und detailliert der mögliche Aufbau der Außenterrassen besprochen. Es herrschte Einigkeit. Sämtliche Gastronomen stimmten zu. Der Eindruck herrschte, dass diese Maßnahmen nunmehr realisiert werden.

Dann kam Corona mit den stark einschränkenden Regelungen für die Gastronomie. Dies führte verständlicherweise bei den Gastronomen zur Verunsicherung. Keiner wusste, wie geht es weiter, wann werden die Verbote aufgehoben. Die Neugestaltung wurde von den Gastronomen unterschiedlich geplant und gehandhabt. Einige hatten den Plan fertig in der Schublade und warteten lediglich auf den Startschuss, andere verharren der Dinge. Das Gesamtbild ist uneinheitlich. Aber gerade jetzt ist die Gelegenheit für ein Umsetzung gegeben. Das Wetter spielt auch mit.

Anstatt der PKWs Außenterrassen! Ruhig die Straße zur Einbahnstraße ändern oder sperren.

Vielleicht macht die Corona-Krise auch unkonventionelle Ideen möglich . Die Anwohner und Geschäftsleute mit den ungeraden Hausnummern haben in einem Brief an den Oberbürgermeister vorgeschlagen, auf den Seitenstreifen zwischen Charlotten- und Oststraße Außenterrassen zu installieren. Zurzeit ist dieser Platz ständig von verbotswidrig parkenden Fahrzeugen beschlagnahmt. Da geben sich entspannende Restaurantbesucher – im großen Abstand – doch ein schöneres Bild ab!! Auch wenn dieser Teil der Straße mal gesperrt werden müsste. Es wäre ein in der Krise geborenes Experiment, dessen Erfahrungen für die Zukunft verwertet werden könnte. 

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