„Mit dem Drachen tanzen. Leben und Schreiben in China“

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25-05-22 19:00 - 25-05-22 21:00
Konfuzius-Institut Düsseldorf
Address: Graf-Adolf-Str. 63, 40210 Düsseldorf
Lesung von Wolfgang Kubin und Wulf Noll – Moderation: Susanne Baumann Das Konfuzius-Institut Düsseldorf (KID) und die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF) in Düsseldorf freuen sich, das Duo Kubin-Noll zu einer besonderen wahlverwandtschaftlichen China-Lesung vorstellen zu dürfen. Wolfgang Kubin hat so viele wissenschaftliche, übersetzerische und literarische Verdienste um China erworben, dass sie kaum aufzuzählen sind. Wulf Noll, der über Indien, Japan und Deutschland schrieb, überraschte aus heiterem Himmel mit einer chinesischen literarischen Großerzählung, die seit 2021 als Trilogie vorliegt. Wolfgang Kubin liest aus dem neuen Gedichtband Maria des Weges (Bacopa) Sonette über Hangzhou sowie eine "chinesische“ Erzählung aus dem neuen "Roman" Die Farbe Weiß, die Farbe Schwarz (Löcker). Wulf Noll stellt eine kurze Passage aus dem zweiten Band der Trilogie Drachenrausch. Flanieren in China vor, die in Qingdao spielt, und führt im dritten Band Mit dem Drachen tanzen. Erzählungen aus China und Deutschland (beide Bände bei Bacopa) nach Hailar in den Norden der Inneren Mongolei und schließlich in Beijings Sommerpalast. Der Besuch im Sommerpalast gipfelt in einem eigenen Lyrikband Straße der Konkubinen und andere "chinesische" Liebesgedichte (Ostasien Verlag). Noll trägt daraus einige Gedichte vor. Über die Autoren: Wolfgang Kubin (chin. Gu Bin), 1945 in Celle geboren, ist ein deutsch-österreichischchinesischer Schriftsteller, der auf Deutsch und auf Chinesisch schreibt und publiziert. Als Sinologe ist er derzeit Senior Professor an der Universität Shantou (Guangdong), als Übersetzer überträgt er die Literatur des modernen und gegenwärtigen China, als Schriftsteller verfasst er Lyrik, Essays und Erzählungen. Er lebt in Shantou, Bonn und Wien. Wulf Noll (Jg. 1944) ist gebürtig aus Kassel und lebt mit der japanischen Künstlerin Mutsumi Aoki in Düsseldorf. Der Germanist und Philosoph unterrichtete an japanischen und chinesischen Universitäten deutsche Sprache, Literatur und Philosophie. Zuletzt war er Poet in Residence (2017) an der Meeresuniversität in Qingdao. Noll verfasst seinerseits Lyrik, Essays und Erzählungen. Eintritt: kostenloser Eintritt Anmeldung erforderlich unter: https://www.konfuzius-duesseldorf.de/kultur/veranstaltungen-aufeinen-blick/mit-dem-drachen-tanzen Aufgrund der immer noch vorherrschenden Pandemie-Lage möchten wir darauf hinweisen, dass in den Räumlichkeiten des Konfuzius-Instituts Düsseldorf weiterhin Maskenpflicht besteht!

Related upcoming events

  • 07-07-22 11:00 - 07-07-22 13:00

    Bürgersprechstunde in Unterbach

    Mit Hauptkommissar Klaus Luberichs
    Der für Unterbach zuständige Polizeibezirksbeamte, Hauptkommissar Klaus Luberichs, beantwortet in der Bürgersprechstunde Ihre Fragen.

    Möchten Sie wissen, wie Sie eine Anzeige erstatten, haben Sie Fragen oder möchten Sie einfach ein Gespräch führen? Herr Luberichs freut sich auf Ihren Besuch!

    stbunterbach@duesseldorf.de oder 0211 89-24957
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

  • 20-07-22 18:00 - 20-07-22 20:00

    Eintritt frei -Anmeldung erforderlich!

    Referenten:
    Prof. Dr. Gert Pickel, Professor für Religions- und Kirchensoziologie am Institut für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig und stellvertretender Sprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig.

    Cemal Öztürk, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft und BMBW-Verbundprojekt RIRA. Radikaler Islam – Radikaler Antiislam. IfP, Universität Duisburg-Essen.

    Vordergründig herrscht in Deutschland ein breiter gesellschaftspolitischer Konsens: Nie wieder Antisemitismus! Zwischen diesem Selbstbild einer vom Antisemitismus geläuterten deutschen Gesellschaft und den Diskriminierungserfahrungen, die Juden und Jüdinnen in ihrem Alltag machen, klafft jedoch eine beachtliche Lücke.

    Wie eine Umfrage der European Agency for Fundamental Rights (2018) belegt, sehen 85 % der in Deutschland lebenden jüdischen Bürgerinnen den Antisemitismus als ein großes gesellschaftliches Problem an. 89 % sind sich sicher, dass der Antisemitismus in den letzten fünf Jahren zugenommen hat. 44 % der befragten Juden und Jüdinnen haben sogar schon einmal darüber nachgedacht aus Deutschland auszuwandern, weil sie sich in diesem Land nicht mehr sicher fühlen. Dass es sich hierbei um realistische Bedrohungswahrnehmungen handelt, hat z. B. das Attentat auf die Hallenser Synagoge gezeigt. Aber auch in der Breite besteht ein Problem, gaben doch in Umfragen 80% der befragten Juden und Jüdinnen an, in den letzten Jahren schon einmal Diskriminierung erfahren zu haben.

    Antisemitismus - verstanden als grundlose Feindschaft gegen Juden und Jüdinnen - tritt heute in verschiedenen Gewändern auf. Man begegnet ihm in tradierten Formen, wenn Juden und Jüdinnen omnipotente Machtpositionen angedichtet werden; in Form eines Schuldabwehrantisemitismus sowie in Form eines israelbezogenen Antisemitismus, bei dem der eigene Antisemitismus als eine Kritik am Staat Israel maskiert wird. Gerade an letzterem schließt eine Diskussion an, die auf einen neuen religiös motivierten Antisemitismus, den sogenannten „muslimischen Antisemitismus“, referiert.
    Seine Thematisierung gestaltet sich jedoch alles andere als einfach. Große Islamverbände streiten seine Existenz ab und Teile der links-liberalen Milieus schrecken vor seiner Thematisierung zurück, weil sie sich vor einer möglichen Stigmatisierung der in Deutschland lebenden Musliminnen fürchten. Eine nicht unberechtigte Befürchtung, wenn man sich die Verbreitung islam- und musliminnenfeindlicher Einstellungen und Auswüchse des antimuslimischen Rassismus vergegenwärtigt.

    Vor diesem gesellschaftspolitischen Hintergrund gilt es in der Tat essentialisierende Zuschreibungen über Antisemitismus unter Musliminnen zu vermeiden - zugleich ist eine (bewusste) Ignoranz des muslimischen Antisemitismus unredlich. Die Ergebnisse empirischer Forschung sprechen hier nämlich eine klare und alarmierende Sprache: Betroffenenbefragungen legen nahe, dass antisemitische Diskriminierungen überdurchschnittlich häufig von radikalisierten Musliminnen ausgehen (European Agency for Fundamental Rights 2018).
    Grund genug um sich diesem Thema ausführlicher zu widmen und die Frage zu stellen, in welcher Relation steht der Antisemitismus unter Musliminnen zu den fortexistierenden Antisemitismen in Deutschland?

    • Info und Anmeldung: Tel: 0211/16387946, seidabei@mosaikev.de
    • Eine Veranstaltungsreihe von Mosaik e.V. in Kooperation mit Düsseldorfer Beiträge „Respekt und Mut“ und Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
  • 04-08-22 11:00 - 04-08-22 13:00

    Bürgersprechstunde in Unterbach

    Mit Hauptkommissar Klaus Luberichs
    Der für Unterbach zuständige Polizeibezirksbeamte, Hauptkommissar Klaus Luberichs, beantwortet in der Bürgersprechstunde Ihre Fragen.

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    stbunterbach@duesseldorf.de oder 0211 89-24957
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

  • 01-09-22 11:00 - 01-09-22 13:00

    Bürgersprechstunde in Unterbach

    Mit Hauptkommissar Klaus Luberichs
    Der für Unterbach zuständige Polizeibezirksbeamte, Hauptkommissar Klaus Luberichs, beantwortet in der Bürgersprechstunde Ihre Fragen.

    Möchten Sie wissen, wie Sie eine Anzeige erstatten, haben Sie Fragen oder möchten Sie einfach ein Gespräch führen? Herr Luberichs freut sich auf Ihren Besuch!

    stbunterbach@duesseldorf.de oder 0211 89-24957
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

  • 28-09-22 19:30 - 28-09-22 21:30

    50 Jahre deutsch-chinesische diplomatische Beziehungen bieten einen Anlass für einen Rückblick (Wie und wohin haben sich die deutsch-chinesischen Beziehungen entwickelt?) sowie einen Ausblick auf die Zukunft. Bei Aufnahme der Beziehungen 1972 steckte China noch inmitten von Maos "Kulturrevolution" und war eines der ärmsten Länder der Erde. Mit Maos Tod und dem Sturz der "Viererbande" 1976 leitete eine reformorientierte Elite eine neue Ära ein: grundlegende Reformen im Innern sowie eine Öffnung hinsichtlich der Außen- und Außenwirtschaftspolitik. Seitdem hat sich China zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht entwickelt, absolute Armut weitgehend beseitigt und ist zu einem zentralen globalen Akteur geworden sowie zu Deutschlands wichtigstem Außenhandels- partner.

    Die Rivalität zwischen den USA und China scheint sich mittlerweile zu einem neuen "Kalten Krieg" auszuweiten. Während in der Ära Merkel noch der kontinuierliche Dialog im Vordergrund stand, zeichnet sich gegenwärtig eine Entwicklung ab, die die Systemrivalität in den Mittelpunkt der Politik zu stellen droht, nicht zuletzt befördert durch die russische Invasion in der Ukraine.

    Diese Fragen sollen von einem chinesischen Analysten (ZHU Hao) und einem langjährigen deutschen Chinawissenschaftler (Prof. Dr. Thomas Heberer) im Gespräch vertieft werden.
    Die Veranstaltung wird moderiert von Astrid Oldekop.

    Referenten: Prof. Dr. Thomas Heberer und Zhu Hao

    Über die Referenten:
    Thomas Heberer ist Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg- Essen und gilt als einer der renommiertesten China-Wissenschaftler Deutschlands.
    Zhu Hao wurde 1958 in Shanghai geboren. Er studierte Maschinenbau und wirtschaftliche
    Rechtswissenschaften an der Fudan Universität. In China war er für die Stahlfirma Baosteel tätig. 1983 kam er nach Deutschland und arbeitete bei so renommierten Firmen wie ABB, Mannesmann, IBM, Thyssen und SMS Schlömann-Siemag. Seit 1995 ist er mit seiner Firma CITEC Technical Trading GmbH in Ratingen selbständig.

    Eintritt: kostenloser Eintritt

  • 28-09-22 19:30 - 28-09-22 21:00

    China-Woche Düsseldorf          

    50 Jahre deutsch-chinesische diplomatische Beziehungen bieten einen Anlass für einen Rückblick (Wie und wohin haben sich die deutsch-chinesischen Beziehungen entwickelt?) sowie einen Ausblick auf die Zukunft. Bei Aufnahme der Beziehungen 1972 steckte China noch inmitten von Maos "Kulturrevolution" und war eines der ärmsten Länder der Erde. Mit Maos Tod und dem Sturz der "Viererbande" 1976 leitete eine reformorientierte Elite eine neue Ära ein: grundlegende Reformen im Innern sowie eine Öffnung hinsichtlich der Außen- und Außenwirtschaftspolitik. Seitdem hat sich China zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht entwickelt, absolute Armut weitgehend beseitigt und ist zu
    einem zentralen globalen Akteur geworden sowie zu Deutschlands wichtigstem
    Außenhandelspartner.

    Die Rivalität zwischen den USA und China scheint sich mittlerweile zu einem neuen "Kalten Krieg" auszuweiten. Während in der Ära Merkel noch der kontinuierliche Dialog im Vordergrund stand, zeichnet sich gegenwärtig eine Entwicklung ab, die die Systemrivalität in den Mittelpunkt der Politik zu stellen droht, nicht zuletzt befördert durch die russische Invasion in der Ukraine.

    Diese Fragen sollen von einem chinesischen Analysten (ZHU Hao) und einem langjährigen deutschen Chinawissenschaftler (Prof. Dr. Thomas Heberer) im Gespräch vertieft werden. Die Veranstaltung wird moderiert von Astrid Oldekop.

    Referenten: Prof. Dr. Thomas Heberer und Zhu Hao

    Über die Referenten:
    Thomas Heberer ist Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen und gilt als einer der renommiertesten China-Wissenschaftler Deutschlands.

    Zhu Hao wurde 1958 in Shanghai geboren. Er studierte Maschinenbau und wirtschaftliche
    Rechtswissenschaften an der Fudan Universität. In China war er für die Stahlfirma Baosteel tätig. 1983 kam er nach Deutschland und arbeitete bei so renommierten Firmen wie ABB, Mannesmann, IBM, Thyssen und SMS Schlömann-Siemag. Seit 1995 ist er mit seiner Firma CITEC Technical Trading GmbH in Ratingen selbständig.

    Eintritt: kostenloser Eintritt

  • 06-10-22 11:00 - 06-10-22 13:00

    Bürgersprechstunde in Unterbach

    Mit Hauptkommissar Klaus Luberichs
    Der für Unterbach zuständige Polizeibezirksbeamte, Hauptkommissar Klaus Luberichs, beantwortet in der Bürgersprechstunde Ihre Fragen.

    Möchten Sie wissen, wie Sie eine Anzeige erstatten, haben Sie Fragen oder möchten Sie einfach ein Gespräch führen? Herr Luberichs freut sich auf Ihren Besuch!

    stbunterbach@duesseldorf.de oder 0211 89-24957
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

  • 20-10-22 19:30 - 20-10-22 21:30

    Im Jahr 2008 eröffnete China die erste Schnellzugstrecke zwischen Peking und Tianjin und läutete damit ein neues Zeitalter im Land der Mitte ein. Heute ist das Streckennetz für
    Hochgeschwindigkeitszüge mit etwa 40.000 Kilometer das längste der Welt. Und es wächst rasant weiter.

    Doch China macht nicht nur Tempo beim Streckenausbau, sondern auch bei der Entwicklung der Zug-Technologie. Denn während zu Beginn noch internationale Hersteller wie Siemens und Alstom die Triebzüge lieferten, baut China das Rollmaterial mittlerweile selbst. Das chinesische Staatsunternehmen CRRC (China Railway Rolling Stock Corporation) ist Weltmarktführer für Schienenfahrzeuge und drängt inzwischen auch in den europäischen Markt. Die neueste Entwicklung: Eine Magnetschwebebahn, die 600 km/h und schneller fahren soll.

    In seinem Vortrag blickt Tobias Witte nicht nur auf die letzten 15 Jahre im chinesischen Bahnmarkt zurück, sondern gibt auch einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Dabei beleuchtet er auch, welche Rolle deutsche Technologien beim chinesischen Bahnbau spielen und ob chinesische Züge bald auch in Deutschland rollen werden.

    Referent: Tobias Witte, Düsseldorf

    Über den Referenten.

    Mobilitätsexperte Tobias Witte ist seit 2013 beim deutschen Bahntechnikunternehmen Siemens Mobility beschäftigt und dort in verschiedenen Funktionen im strategischen Bereich tätig gewesen. Heute steuert er die digitale Transformation für die Region Nordost-Europa. Nach seinem Master-Studium zum Wirtschaftsingenieur machte er 2012 ein Auslandspraktikum für ein halbes Jahr in Chengdu, in der Provinz Sichuan. Seit 2013 ist Tobias Witte Mitglied in der GDCF Düsseldorf e.V.

    Eintritt: kostenloser Eintritt

  • 03-11-22 11:00 - 03-11-22 13:00

    Bürgersprechstunde in Unterbach

    Mit Hauptkommissar Klaus Luberichs
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    stbunterbach@duesseldorf.de oder 0211 89-24957
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  • 01-12-22 11:00 - 01-12-22 13:00

    Bürgersprechstunde in Unterbach

    Mit Hauptkommissar Klaus Luberichs
    Der für Unterbach zuständige Polizeibezirksbeamte, Hauptkommissar Klaus Luberichs, beantwortet in der Bürgersprechstunde Ihre Fragen.

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    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

  • 07-12-22 19:30 - 07-12-22 21:30

    Die moderne chinesische Malerei steht im Spannungsfeld von – westlich geprägter – Moderne und den Konstanten der eigenen Kulturtradition (z.B. Literatenmalerei, Schriftkunst). Im Vortrag geschieht deshalb – nach einer Vorstellung ästhetischer Prinzipien der chinesischen Vormoderne – eine Konzentration auf Spuren der chinesischen Kulturtradition in der Moderne.

    Laut den Regeln der traditionellen chinesischen Ästhetik soll ein Bild die Wirklichkeit nicht
    abbilden, sondern eine "Idee" des Künstlers sowie dessen Vitalität vermitteln; insofern haben wir keinen Realismus, sondern eine beachtenswerte Nähe zu unserer modernen abstrakten Malerei. Dadurch geschieht auch die Vermittlung einer suggestiv wirkenden poetischen Qualität – der leere Raum ist meist wichtiger als die ausgemalte Substanz. In dieser Form begegnet uns häufig eine "Ästhetik der Leere". Im Gegensatz hierzu gibt es in den Bildern berufsmäßiger Maler eine "Ästhetik der Fülle", die von Buntheit, prallen Inhalten und glückverheißender Symbolik geprägt ist.

    Was die moderne chinesische Malerei betrifft, so will der Vortrag kulturelle Aspekte bzw. kulturell spezifische Elemente in der chinesischen Moderne aufzeigen. Dabei bleiben auch die beiden genannten Ästhetiken (Fülle und Leere) bedeutsam. Auch gibt es vielfältige Anzeichen von kulturell relevanten Konstanten. Vor allem (kalligraphische) Linie und Schriftzeichen scheinen als wesentliche Grundlage einer epochenübergreifenden chinesischen Ästhetik und somit auch einer chinesischen Identität zu fungieren.

    Referent: Prof. (em.) Dr. Karl-Heinz Pohl, Universität Trier

    Über den Referenten.
    Karl-Heinz Pohl, geboren 1945 in Saarlouis. Studium der Sinologie, Japanologie und
    Kunstgeschichte an den Universitäten Hamburg, Bonn und Toronto (Kanada). 1982 Ph.D. in East Asian Studies an der Universität Toronto. 1987 - 1992 Professor für chinesische Literatur und Geistesgeschichte an der Universität Tübingen. 1992 - 2012 Professor für Sinologie an der Universität Trier. Arbeitsgebiete: chinesische Geistesgeschichte, Ethik und Ästhetik des modernen und vormodernen China, interkulturelle Kommunikation und Dialog zwischen China und dem Westen.

    Eintritt: kostenloser Eintritt

  • 31-12-22 19:30 - 31-12-22 21:00

    Eine touristische Reise in Chinas wunderschöne westlichste Provinz

    Von Beijing aus reiste der Referent mit einigen Familienangehörigen per Auto drei Tage durch die Wüste Gobi in Chinas einstige Unruheprovinz Xinjiang.

    Auf einer Rundreise durch die schönsten Gebiete vom Altai-Gebirge im Norden mit dem Kanas-See, dem Tianshan-Gebirge und dem malerischen Sayram-See im äußersten Westen, dem Grasland Bayanbulak, den früheren Oasenstädten Kuqa und Aksu führte die Reise in das
    malerische Kashgar ganz im Süden.

    Ein Abstecher führte zum Karakorum Highway, der durch eine Reihe von Achttausendern nach Pakistan verläuft. Bei Hotan ging es quer durch die Taklamakan-Wüste zurück nach Kuqa und weiter nach Turfan. In der Umgebung besuchten wir die Flammenden Berge, das
    Bewässerungssystem Karez Well und der Tausend-Buddha-Höhle von Beziklik. Von Turfan ging es wieder durch die Wüste Gobi zurück nach Beijing.

    Die Rundreise dauerte drei Wochen und wir fuhren dabei 12.000 km.

    Referent:                    Dieter Böning, Düsseldorf

    Über den Referenten:
    Dieter Böning ist langjähriger Vorsitzender der GDCF Düsseldorf und hat China auf zahlreichen privaten und beruflichen Reisen kennengelernt.

    Corona: Die Teilnehmer müssen die 2-G-Regeln einhalten. Ein entsprechender Nachweis muss vorgelegt werden.

    Eintritt: € 3,00, (für Mitglieder der GDCF Düsseldorf kostenloser Eintritt)

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