1949. Das lange deutsche Jahr

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26-09-19 19:00 - 26-09-19 21:00
Gerhart-Hauptmann-Haus
Address: Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf, Germany
Lesung und Gespräch mit Christian Bommarius Die Bundesrepublik wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. 1949 brachten die ersten Bundestagswahlen Konrad Adenauer ins Kanzleramt, Theodor Heuss wurde Bundespräsident, Bonn Hauptstadt der Bundesrepublik. Damit begann in der Mitte Europas ein auf den ersten Blick bizarres Experiment. Ausgerechnet auf den Ruinen im Westen des politisch, wirtschaftlich und moralisch bankrotten Deutschland sollte eine Demokratie entstehen. Das Experiment musste gelingen, weil die drei westlichen Besatzungsmächte im Kalten Krieg ein demokratisches Westdeutschland als Gegengewicht zur DDR wollten. Andererseits waren die Erfolgsaussichten besorgniserregend, denn die Westdeutschen waren auch Jahre nach dem Ende des Weltkrieges auf die Demokratie nicht vorbereitet. Christian Bommarius erzählt so kundig wie kurzweilig die Geschichte des langen Jahres 1949, das bereits 1948 einsetzt, als mit Währungsreform und Auftrag zur Verfassungsbildung die Weichen in Richtung Bundesrepublik gestellt wurden. Er schildert zentrale und marginale Episoden aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Alltagsleben. Sein Buch ist ein buntes Panoptikum der frühen Bundesrepublik – und birgt eine höchst aktuelle Botschaft: demokratisches Denken und Handeln muss gegen Widerstände gelebt werden, damals wie heute. Christian Bommarius, geb. 1958, studierte Germanistik und Rechtswissenschaft. Nach journalistischen Stationen, u. a. als Korrespondent der Deutschen Presseagentur, war er von 1998 bis 2017 Redakteur der Berliner Zeitung. Seit 2018 ist er Kolumnist der Süddeutschen Zeitung. Für sein publizistisches Werk wurde Bommarius der Heinrich-Mann-Preis verliehen.

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  • 21-10-19 20:00 - 21-10-19 21:00

    Vortrag der Archeosofica Düsseldorf , Eintritt frei

    Die Lehren der Kabbala berühren auf einzigartige Weise die tiefen Geheimnisse um die Entstehung der Welt und den Ursprung des Menschen. Sie beschreiben die Schöpfung als eine perfekte, mathematische Ordnung. Diese Ordnung der Welt wird durch 10 unsichtbare Kräfte bewirkt und ihr Einfluss erstreckt sich auf alles Geschaffene. Alle Ebenen und Dimensionen folgen demnach denselben Prinzipien.

    Sicherlich ist die Schöpfung aus dem NICHTS eines ihrer größten Mysterien. Haben doch selbst die modernen Physiker Probleme damit, den Anfang und den Ursprung des Seins zu beschreiben, da hier alle bekannten Naturgesetze außer Kraft treten und das Verständnis der übergeordneten Zusammenhänge den menschlichen Intellekt zu übersteigen scheint.

    Nun, die Kabbala ist ein faszinierendes System zur Schulung des menschlichen Geistes, der ja, wie einst von einem der größten Kabbalisten behauptet wurde, selbst die Tiefen Gottes zu ergründen vermag.

    Soweit wir wissen, entstammt diese mystisch-initiatische Geheimlehre ursprünglich der jüdischen Tradition, aber schon längst ist sie Bestandteil des islamischen Sufismus, der christlichen Asketik und der spirituellen Alchemie geworden, denn ihre Lehren sind nicht rein spekulativ, sondern sehr praktisch.

    Andererseits finden wir die Symbole der kabbalistischen Schöpfungsidee nicht nur in der Genesis des Moses, sondern auch in den noch älteren Mythen der assyrisch-babylonischen und ägyptischen Tradition, die sich verblüffenderweise mit den modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Aufbau von Materie und Kosmos decken.

    Könnte man die Kabbala also als eine universale spirituelle Lehre betrachten, die jenseits von Religion und Wissenschaft steht und diese miteinander zu verbinden vermag?

     

  • 24-10-19 18:00 - 24-10-19 20:00

    Christliche Kultur heute – Die jüdischen Wurzeln des Christentums
    Ein Informations- und Integrationskurs für Neugetaufte, Zugewanderte und Interessierte mit Pfarrerin Dr. Yee Wan So. Anmeldung erforderlich unter yeewan.so@evdus.de oder 0211.135898

  • 30-10-19 19:00 - 30-10-19 21:00

    Buchvorstellung und Gespräch mit Klaus Weigelt

    Der gebürtigen Königsberger Klaus Weigelt – jahrzehntelang Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung – nimmt in seinem neuen Buch pointiert Stellung zu den zentralen Fragen der Erhaltung und Pflege der ostdeutschen Kultur.

     

     

     

  • 31-10-19 15:00 - 31-10-19 17:00

    »Europa – da mache ich mit!« lautet das Motto des Schülerwettbewerbs 2020.

    Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen ab der Grundschule. Das Höchstalter der Teilnehmenden beträgt 25 Jahre. Die Projektvorschläge sind nach den Vorgaben der Richtlinien und Kernlehrpläne für die Unterrichtsfächer in NRW konzipiert. Das GHH bietet Lehrerinnen und Lehrern eine zertifizierte Fortbildung an, die in die vielfältigen kreativen und inhaltlichen Möglichkeiten dieses grenzübergreifenden Schülerwettbewerbs einführt.

     

    Die Teilnahme ist kostenfrei.

     

    Auf Wunsch kann eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden.

     

    Informationen und Anmeldung:  Dr. Sabine Grabowski, 0211-16991-13, grabowski@g-h-h.de

  • 09-11-19 17:30 - 09-11-19 19:30

    Szenische Theaterinstallation mit Pièrre.Vers zum Gedenken an die Ereignisse der Pogromnacht
    Schwarz-helle Nacht – eine performative Zeitreise: Auf Grundlage von archivierten Zeitzeugenberichten der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf werden die Ereignisse in einer Prozesssituation verhandelt. Auf dem Tisch liegen Zeitungsausschnitte, erlassene Paragrafen zur systematischen Erschwerung des jüdischen Lebens und persönliche Berichte von Düsseldorfer Juden, die von den Darsteller*innen nach und nach ihre Stimmen wiederbekommen. Eine Veranstaltung der Evangelischen Kirche Düsseldorf und der Katholischen Kirche Düsseldorf, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V. und der Mahn- und Gedenkstätte

  • 18-11-19 20:00 - 18-11-19 21:00

    Vortrag der Archeosofica Düsseldorf, Eintritt frei

    “Zwischen Farben, Licht und Klang besteht nicht nur eine Ähnlichkeit, sondern auch eine geheime Identität. Die natürliche Tonleiter entspricht den Farben des Lichtspektrums.

    Klang ist Farbe und Farbe ist Musik. Bevor die Zeit entstand, als noch nichts existierte, gab es weder Stimmen noch Töne, es gab kein Licht und keine Farben und die Stille herrschte allein und unbestritten in der unbegreiflichen ewigen Unendlichkeit. Aus der Dunkelheit der Leere und der Stille ließ der Herr der Ewigkeit durch das Wort Licht-Farbe-Klang alles entstehen.

    Alles ist Schwingung, sowohl im physischen, wie auch im metaphysischen, und auch der Mensch, da er Körper, Eros, pathetische Seele und Geist ist, verhält sich wie eine musikalische Oktave, reagiert wie die Saite einer Zither, die er selbst mit der Mitwirkung seines Schöpfers gezupft hat.

    Die Schwingung erzeugt Ton und Licht und organisiert die Materie in geometrischen Formen.

    Die Aufführung eines sakralen Musikstückes, das von einem großen Orchester gespielt und von einem Chor gesungen wird, bildet ein gigantisches Gebäude aus ätherischer, astraler und mentaler Materie. Schritt für Schritt, während das Stück gesungen und gespielt wird, weitet sich das Gebäude aus, erhebt sich wie eine
    große Bergkette, die mit vielen zarten und brillanten Farben aufleuchtet. Die ätherischen Formen, die vom Klang der Melodie hervorgebracht werden, dehnen sich aus, erheben sich in die Höhe, stützen sich und verwandeln sich in ein Spiel aus Farben mit einer kostbaren Bandbreite, deren Schönheit jede Vorstellung übersteigt.”

    aus BLICK INS UNIVERSUM von Alessandro Benassai

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    Wanderausstellung der Evangelischen Kirche im Rheinland

    Nach einer kurzen Begrüßung und einer kompakten Kuratorenführung durch die Ausstellung sprechen Kurator Holger Hagedorn und Dr. Frank Vogelsang, Leiter der Evangelischen Akademie im Rheinland, auf dem Podium im Foyer mit den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern.

  • 09-12-19 20:00 - 09-12-19 20:00

    Vortrag der Archeosofica Düsseldorf, Eintritt frei

    In der Schöpfung des Universums nimmt die Weisheit eine wichtige Rolle ein. Sie wurde in verschiedenen Traditionen durch die Mutter-Gottheit personifiziert, von der alles ausgeht. Es ist die Idee des Meeres und der primordialen Wasser (Urwasser), aus Gott das gesamte Sein entstehen lässt.

    Es ist die Isis des Alten Ägypten, die Nammu der Sumerer, die Tiamat der Babylonier, Ceres bei den Griechen. In der Edda symbolisiert die Rune MADR oder MAN den „höheren Ursprung“, die „Geburt“ und die königliche und spirituelle Herkunft.

    Die Kabbala bezeichnet eine der 10 Sefiroth, d.h. die Lichter mit denen Gott sich seiner Schöpfung offenbart, als die unerschaffene Weisheit CHOCKMA. Die erschaffene Weisheit ist ihr Spiegel und der Archetyp für die Entwicklung des Menschen.

    In der christlichen und orthodoxen Tradition wird die geschaffene Weisheit Gottes Sophia genannt. Außergewöhnliche Persönlichkeiten wie Jakob Böhme, Pawel Florenski, Vladimir Solovjev und Tommaso Palamidessi haben sie als eine kosmogonische Wesenheit beschrieben, mit der man durch Visionen und außersinnliche Erfahrungen in direkten Kontakt treten kann, indem man einer asketischen Methodologie folgt.

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