Bürgerdialog zum Radhauptnetz

Es war wieder so weit:  Das Amt für Verkehrsmanagement hatte zu einem Bürgerdialog zum Radhauptnetz eingeladen. Dies ist grundsätzlich zu begrüßen. So geben wir weiter unten die Stellungnahme des städtischen Presseamtes wieder. Allerdings sollten aus diesen Bürgerdialogen auch Konsequenzen gezogen werden. So haben die Anwohner unseres Viertels seit Jahren auf die Missstände in der „Fahrradstraße Bismarckstraße“ hingewiesen: obwohl diese Straße als Fahrradstraße ausgewiesen wurde, ist für Fahrradfahrer hier nur schwer ein gefahrloses Durchfahren möglich. Unabhängig von den Vorstellungen zur Verschönerung der Bismarckstraße – wir berichteten darüber-, die nunmehr nächstes Jahr realisiert werden sollen, hätte eine deutliche Veränderung hin zu einer wirklichen Fahrradstraße vorgenommen werden müssen. Zum Beispiel erstmal als Einbahnstraße mit einem Fahrradstreifen. Wir hätten uns gefreut, wenn diese Verbesserung beim Bürgerdialog vorgestellt worden wäre. Aber es ist dafür nicht zu spät.      

Obwohl diese Straße als Fahrradstraße ausgewiesen wurde, ist für Fahrradfahrer hier nur schwer ein gefahrloses Durchfahren möglich. Einzig dieses kleine Schild „Fahrradstraße“ weist auf die eigentliche Absicht der Verkehrsplaner hin.

Hier die Verlautbarung des Presseamtes zum Bürgerdialog 2019:

Das Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf hat zu
einem Bürgerdialog zum Radhauptnetz eingeladen. Etwa 180 interessierte
Bürger sind am Dienstagabend, 5. November, der Einladung zu der
Veranstaltung, die diesmal in der Universität Düsseldorf stattfand, gefolgt.
Begrüßt wurden sie von der Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke. „Mit
dieser Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich aktiv an der Entstehung und Entwicklung des Radhauptnetzes zu beteiligen. Ich freue mich, dass so viele dieser Einladung gefolgt sind und wir die Möglichkeit nutzen konnten, gemeinsam zu diskutieren“, betonte Zuschke. Das Amt für Verkehrsmanagement berichtete über den Ausbau des Radhauptnetzes. Fahrradbeauftragter Steffen Geibhardt gab neben einem allgemeinen Rückblick zu Projekten, die in diesem Jahr umgesetzt worden sind, auch einen Ausblick auf zukünftige Aktivitäten.
Inspiration aus den Niederlanden
Nach einem Impulsvortrag mit Inspirationen aus den Niederlanden von Cindy Clevers, APPM Management Consultants aus Den Haag, folgte im Anschluss der Austausch in vier offenen Arbeitsgruppen zu den Themen Infrastruktur- Elemente, Planung Klever-/Jülicher Straße, Fahrradstraßen und Umweltspuren.
Aus den einzelnen Arbeitsgruppen wurde dann nach sehr lebendigen
Diskussionen im Abschlussforum berichtet. Es zeigte sich, dass Ansprüche an die Radverkehrsplanung und –förderung, wie etwa Sicherheit, Qualität und Ausbau der Radwege von allen bejaht werden, Lösungen oder der Weg
dorthin jedoch sehr unterschiedlich sein können.
Seit 2015 bietet das Amt für Verkehrsmanagement einmal jährlich einen
Bürgerdialog, um über die Umsetzung des Radhauptnetzes zu berichten und zu diskutieren. Zur Fahrradförderung in Düsseldorf gehört ein breites Spektrum an Projekten. Ein zentraler Baustein der Infrastruktur ist das
Radhauptnetz, das leicht erkennbare und umwegfreie Hauptverbindungen für Radfahrer in Düsseldorf schafft.

Kontakt: Velten, Falk
presse@duesseldorf.de, Telefon +49.211.89-93131

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