Park-Kultur: unser Treffpunkt in der Oststraße 118

AlphabetisierungsKuns. Ausstellung bis zum 1. Dezember – Eintritt frei

„AlphabetisierungsKunst – Menschen lernen Deutsch in Schrift und Bild“ heißt die Ausstellung, die vom 10. November bis zum 1. Dezember in der Park-Kultur, Oststrasse 118 zu sehen ist.

Die Flüchtlinge lernen fremde Schriftzeichen, obwohl die wenigsten von ihnen dort, wo sie herkamen, regelmäßig einen Stift in der Hand hielten. Manche von ihnen – vor allem Frauen – vielleicht nie.

Sie lernen, sich mit Einheimischen zu verständigen, obwohl es keine gemeinsame Sprache gibt und ein Dolmetscher nicht in Sicht ist.

Sie lernen lesen – obwohl manche von ihnen in ihrem Heimatland keine Schule besucht haben. Und wenn, dann vielleicht nur für zwei oder drei Jahre.

Sie lernen – ungeachtet kultureller Unterschiede – in einer Gruppe mit Andersdenkenden, Andersgläubigen und dem anderen Geschlecht.

Aber auch die Lehrer und Ehrenamtler haben es nicht leicht. Sie kämpfen mit einer grundsätzlich anderen Auffassung von Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. In vielen Kulturen ist es unhöflich, „Nein“ zu sagen. Man sagt „Ja“, auch wenn man „Nein“ meint… und kommt dann einfach nicht.

Kunst – sofern man es denn Kunst nennen will – bildet eine Brücke zwischen der Welt der Sprachlosigkeit und der des Wortes. Die Vokabeln des täglichen Umgangs werden mit Hilfe gezeichneter Bildchen oder Bilderbüchern erklärt und geübt. Gelegentlich auch mit Händen und Füßen. Dabei gelingt es wieder gelingt es, mit Hilfe von Bildern Zug um Zug Informationen über die Heimat und vielleicht sogar über die Fluchtstationen der Flucht zu erhalten – über auch über das, was sie sich von ihrer Zukunft in Deutschland erhoffen.

Die Ausstellung AlphabetisierungsKunst will einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung leisten. Sie gewährt Einblicke in die Situation der Flüchtlinge an der Schule, in den Unterkünften. Sie zeigt, dass Arbeit der vielen Lehrkräfte (bezahlt oder ehrenamtlich) auf dem Weg in die Integration sehr wohl Früchte trägt, obwohl sich mit Sicherheit viel daran verbessern ließe.

Zur Ausstellung hier

 

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