Der Kampf gegen die Müll-Ecken

Der Müll in unserem Viertel nimmt zu. Das hat verschiedene Gründe.

Unser Viertel ist das Durchgangsrevier für alle, die zu Fuß vom Hauptbahnhof in die Innenstadt wollen.  Dazu zählen die Junggesellenabschiede: Freitags, ab 15 Uhr. Die ersten Junggesellengruppen machen sich lautstark bis grölend bemerkbar. Vom Hauptausgang des Bahnhofs ziehen die Gruppen in die Innenstadt. Die meisten nehmen Kurs über die Friedrich-Ebert-Straße. Sonntags dann das gleiche Bild – nur in umgekehrter Richtung. Dieses feucht-fröhliche Hin und Her hinterlässt Spuren: überall Plastikbecher, Papiertüten, leere Flaschen und anderer Unrat, die Papierkörbe quellen über.

Dazu: Jeder Event – ob Japantag, Chinafest, Büchermeile oder Karneval – hinterlässt seine Spuren. Hinzu kommt, dass das Gewerkschaftshaus in der Friedrich-Ebert-Straße ebenfalls die Massen anzieht, als Ausgangspunkt für Demonstrationen aller Art. Die gibt es fast jeden Samstag, oft auch noch in der Woche.

Bei all dem gerät das eigentlich Normale, nämlich der Verkehrsfluss der unzähligen Passanten, Beschäftigten und Touristen, in den Hintergrund. Von den täglich rund 180.000 Personen, die am Hauptbahnhof in die öffentlichen Verkehrsmittel ein-, aus- oder umsteigen, nimmt ein großer Teil den Fußweg durch unser Viertel.

Das alles bedeutet Müll. Nun ist die AWISTA, die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mbH am Zug. Die übervollen Abfallbehälter an den Straßenkreuzungen sind zu leeren und die Straßen zu reinigen. Nach dem „Hauptmülltag“ an Samstagen sind die Straßen sonntagsfrüh in der Regel wieder clean.

So sieht es an allen Müllcontinern jede Woche im Viertel aus.

Doch zu all diesen externen Ursachen kommen leider oft auch Hausgemachte hinzu. Das ist dann der Fall, wenn Anwohner die Regeln nicht beachten und vor die öffentlichen Papier-Containern Kartons, gefüllt mit Unrat, werfen. Dabei wäre es doch sehr einfach, die Kartons zu zerlegen, in die Container zu werfen und den Restmüll in dem dafür vorgesehenen Abfallbehälter zu entsorgen. Auch kennen einige Anwohner nicht die Angebote der AWISTA für den Sperrmüll; Termine dafür lassen sich vereinbaren. Dann braucht nur noch der Sperrmüll zum richtigen Zeitpunkt am Straßenrand zu stehen. Aber was passiert? Stattdessen wird das Zeugs einfach auf den Gehwegen und Straßen abgestellt, wo es tage- oft sogar wochenlang eine entsprechende „Visitenkarte“ der Landeshauptstadt Düsseldorf liefert.

Es gibt zwar eine App gegen die Vermüllung. Doch diese scheint keine erfolgversprechende Einrichtung zu sein. Es hat sich nichts geändert. Zurzeit wird in der Stadtverwaltung, den Parteien und der AWISTA hin- und her diskutiert. Der Müll ist zum Politikum, zum Streitfall unter den Parteien geworden. Das kann lange dauern. Es ist an der Zeit, dass wir Anwohner unseren Teil zur Sauberkeit leisten. Wir wollen hierzu Ideen und Vorschläge sammeln. Was können wir selbst beisteuern, damit alle Anwohner die Grundregeln für Sauberkeit im Viertel beachten?

2 Gedanken zu „Der Kampf gegen die Müll-Ecken

  • 26/02/2019 um 9:23 pm
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    Idee wäre um größere Schilder in mehrere Sprache auf zu stellen nehmen neben die Müllcontainer worauf alle Regeln aufgelistet werden und erklärt wird wie das mit die Container funktioniert.

    Die Verantwortung von die übervolle Mülleimer soll auch bei die Kiosken und Supermarkten geholt werden die zu viele Verpackungen verkaufen. Weniger Plastik, weniger Müll.

    Wir leben in ein sehr Internationales Viertel und ich glaube es gibt nun einfach viele Einwohner und Geschäften die gar nicht gut Deutsch reden und auch gar nicht wissen was die AWISTA ist oder wo das nächste Containerpark ist (zwei km entfernt in Flinger)…

    Auch werden die Müllcontainer Pate Aktion glaube ich nicht richtig kommuniziert und damit kummert sich auch wirklich keiner sich drum um Awista an zu rufen wenn zu viel Müll dort steht.

    Am ende glaube ich werde wirklich Kamerabeobachtung leute ansetzen um mehr Verantwortung auf zu nehmen.

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    • 01/03/2019 um 6:41 am
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      wir sollten diese Anregungen aufgreifen und mit der AWISTA sprechen, dazu muss es aber ein Treffen von Interessenten aus dem Viertel geben

      Antwort

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