Die Karlstraße bekommt einen Radweg

Der Stadtrat hat auf seiner Sitzung am 19. Oktober zwei Beschlüsse gefasst, die für unser Viertel von Bedeutung sind. Aber auch für erhebliche Diskussionen sorgen werden. Zum einen ist die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch einstimmig zur Amtsleiterin des zum 1. Januar startenden neuen Amtes für Migration und Integration bestellt worden. Zum anderen bekommt die Karlstraße einen Radweg.

Miriam Koch, die Leiterin des neue geschaffenen Amtes für Migration und Integration

Die neue Amtsleiterin will ihr Hauptaugenmerk auf die Integration der Flüchtlinge durch Sprache, Bildung, Wohnen, Ausbildung sowie Arbeit legen. Bei der Migration werde sie sich für eine Verstärkung der Vernetzung und Zusammenarbeit mit Migrantenorganisation einsetzen. Dies werden unsere hier ansässigen Organisationen mit Sicherheit begrüßen.

Die Abstimmung zum Radwegebau wird dagegen noch für Diskussionen sorgen.  Der Beschluss sieht vor, dass die 1,3 Kilometer lange Strecke vom Stresemannplatz über die Karlstraße, Worringer Straße bis zum Wehrhan einen 1,60 Meter breiten Radstreifen bekommt, der durch Radfahrerpiktogramme markiert wird.  An den nicht signalisierten Straßeneinmündungen werden die Furten rot eingefärbt. Der Radfahrstreifen wird als Sonderweg Radfahrer mit einem Verkehrszeichen als Radweg beschildert. Parken und Halten auf dem Radfahrstreifen sind nicht zulässig.

Nach Meinung des Stadtrates ist diese Strecke ein Schlüsselprojekt beim Ausbau des Radhauptnetzes in Düsseldorf. Durch die Einrichtung des Radweges wird sich die Sicherheit für Radfahrer deutlich erhöhen, so die Meinung des Stadtrates. Die Kosten für diese Maßnahme werden etwas mehr als drei Millionen Euro betragen.

Die Karlstraße hat zurzeit bis zu sieben Fahrstreifen inklusive separater Abbiegespuren. Der Straßenzug weist an beiden Seiten Längsparkstreifen mit Bäumen und Gehwegen auf. Die maximale Verkehrsbelastung liegt im Durchschnitt bei über 30.000 Kraftfahrzeugen innerhalb von 16 Stunden. Auf der Karlstraße verkehren mehrere Buslinien.

Um die Leistungsfähigkeit der Straßen zu erhalten und gleichzeitig Raum für beidseitige Radverkehrsanlagen zu gewinnen, muss die Flächenverteilung des Straßenraumes neu geordnet werden. Verkehrsinseln werden umgebaut oder kommen neu hinzu, der Eingriff in Seitenräume und Gehwege wird erforderlich, und Fahrspuren werden komplett neu markiert. Dadurch ist eine Erneuerung der Fahrbahndecke und abschnittsweise auch der Tragschichten erforderlich. Der Straßenumbau soll mit Elementen der Barrierefreiheit nach den Vorgaben der aktuellen Gestaltungsstandards zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für Mobilitätsbehinderte erfolgen.

In einer Erklärung des Presseamtes heißt es, dass „in Abwägung der Flächenverteilung der unterschiedlichen Nutzungen Fahrspurenbreiten von 3 Metern bei mehr streifigen Richtungsfahrbahnen angelegt werden“.  Es müssen neun Ampelanlagen erneuert und an die geplanten Verkehrsverhältnisse angepasst werden. Im gesamten Abschnitt entfallen durch die erforderlichen Eingriffe in die Seitenräume elf Parkstände für Autos ersatzlos. Insgesamt müssen 18 Bäume weichen. 15 Bäume können durch Neupflanzungen an anderer Stelle im Straßenzug ersetzt werden.

 

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