Kirche in der Stadt

Blick in den Kirchenraum

Wer zum ersten Mal die Johanneskirche Stadtkirche betritt ist meist überrascht von dem großen, hellen Foyer mit den quadratischen Tischen und roten Stühlen, an denen Menschen Zeitung lesen, Kaffee trinken und Gespräche führen. Das Café im Foyer wird von ehrenamtlichen Mitarbeitenden betrieben und bietet biologische wie fair gehandelte Produkte sowie einen täglich wechselnden Mittagstisch an.

Die Johanneskirche ist eine der drei protestantischen Innenstadtkirchen Düsseldorfs. Ihre Baugeschichte spiegelt die Veränderungen des kirchlichen Lebens in der Innenstadt wider:
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Johanneskirche als Ausdruck eines neuen protestantischen Selbstbewusstseins erbaut, im Zweiten Weltkrieg teilte sie das Schicksal der Stadt und wurde schwer zerstört. Nach umfangreichen Auf- und Umbauarbeiten wurde die Johanneskirche 1953 ein zweites Mal eingeweiht. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war das Fortbestehen der Johanneskirche erneut bedroht. Die Innenstadtbevölkerung war so weit zurückgegangen, dass das Kirchengebäude in Anbetracht der Gemeinde völlig überdimensioniert wirkte und man über Umnutzungsmöglichkeiten nachdachte.

Heute ist die Johanneskirche eine offene Kirche für die Stadt und ihre Menschen, eingebunden in und orientiert am vielfältigen Leben einer Großstadt. Sie ist ein gastliches Gotteshaus, ein Ort der Begegnung, und sie schafft Gelegenheit, dem Trubel der Düsseldorfer Einkaufsstraßen zu entfliehen.
Ergänzt wird das klassische Kirchenprogramm durch neue Gottesdienstformen wie dem »Choral Evensong« und der »Johannesmesse«. Zudem lädt das facettenreiche Kunst- und Kulturprogramm, mit Ausstellungen, Konzerten und offenen Bibeldiskussionen, kirchennahe wie -ferne Menschen ein. Die Musik spielt eine bedeutende Rolle und so treffen sich gleich mehrere Chöre in den Räumen und Sälen der Kirche: hier wird geprobt, einstudiert, experimentiert und aufgeführt. Eine Besonderheit ist das Kammermusik-Festival »Chamber Jam« zu Ostern, an dem internationale Musikerinnen und Musiker teilnehmen.

 Nathalie Dimic
Südansicht der Johanneskirche Stadtkirche
Café im Foyer

Unsere regelmäßigen Angebote
Die Kirche ist offen: dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr
Die Eintrittsstelle: dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung
10-Minuten-Andacht: dienstags bis freitags um 18 Uhr
Lunch-Time-Orgel: jeden Mittwoch um 12:30 Uhr
Gebet für die Stadt: jeden Donnerstag nach dem Mittagsläuten
um 12 Uhr
Café im Foyer: dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr
www.johanneskirche.org

Fotos: Thomas E. Goetz / Johanneskirche

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